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„Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass
er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.“

Zwar beginnt auch mit diesem vertrauten Satz die Inszenierung
von Regisseur Simon Eifeler. In der rasanten, verrückten und in
dieser Form noch nie dagewesenen Adaption allerdings agiert
der Process als fruchtbare Begegnung – sowohl im Inhalt, als
auch in der Form. Eine Konfrontation mit dem Fremden in einer
Zeit wachsender Ängste und Resentements gegenüber dem
und – vor allen Dingen – den „Fremden“ in unserem Land.
Der Regisseur Simon Eifeler inszenierte den Process im Sommer 2016 im ghanaischen Accra mit drei lokalen Schauspielern.
Fasziniert und inspiriert von der Kraft des Fremden als Quell
schöpferischer Kraft und Vielfalt verwirklichte er den Process
nach seiner Reise noch einmal in Düsseldorf mit drei deutschen
Schauspielern, um nun diese beiden Versionen von Kafkas Roman in einer interkontinentalen Inszenierung aufeinanderprallen
zu lassen. Es spielen die ghanaischen und deutsche Schauspieler mit-, gegen- und füreinander. Ein fulminanter Mash-Up
zweier Kulturen, die unterschiedlicher fast nicht sein könnten.

Last-but-not-least ist es ein Austausch zwischen Ghana und
Deutschland; zwischen Accra, der Hauptstadt des NRW-Partnerlandes und der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Trailer – YOUTUBE

Es spielen: Felix Banholzer // Yibor Kojo Yibor // Marius Bechen
Dr. So // Lars Evers // Jeneral Nta Tia

Regie: Simon Eifeler // Assistenz: Melih Celik

Kostüme: Uta Materne

Projektleitung: Dennis Palmen

Premiere Düsseldorf/Deutschland: Fr. 18. November 2016
Premiere Accra/Ghana: So. 19. Februar 2017